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Vulkanskitouren in Chile und Argentinien

Herbst 2011

 

Anreise:

26.09.2011 von München über Madrid nach Santiago de Chile

 

Heimreise:

11.10.2011 von Puerto Montt über Santiago (Übernachtung) und Madrid nach München (Ankunft am 13.10.2011)

 

   

Kurzbeschreibung:

 

 
26.+27.09.2011 Um 13:30 h Treffen bei der Autobahnausfahrt Vahrn; Umladen der Ausrüstung und Start. Infolge des Umfangs der Ausrüstung haben in Hellis Bus nur er und 5 andere Personen Platz, daher fahre ich selbst mit Auto. Martin und Cosima fahren mit mir und noch einiges Gepäck. Gegen 18:00 h sind wir am Flughafen und eingecheckt. Mit dem ganzen Schigepäck gibt es wie fast üblich Probleme, aber Helli löst alles. Gegen 20:00 h hebt unser Flieger ab und gegen dreiviertel elf sind wir in Madrid. Um ein Uhr morgens geht es weiter über den Atlantik nach Santiago de Chile, der Hauptstadt Chiles. Gegen halb 10 h sind wir dort und werden von Gonzalo , dem lokalen Bergführer, abgeholt und in unsere Unterkunft Hotel Libertador gebracht, wo wir unsere Sachen deponieren. Anschließend begeben wir uns auf Entdeckungsreise durch einen kleinen Teil der Stadt. Zuerst zusammen und dann individuell. Abends gibt es ein gutes Abendessen.
28.09.2011 Reisetag in Kleinbus mit eigenem Fahrer, der uns die gesamte Reise bis Puerto Montt begleiten wird, bis nach Antuco (ca. 590 km). Wir beziehen unsere Unterkunft in einer Lodge (www.antucalhue.cl).
29.09.2011 Die erste Schitour der Reise. Es geht auf den Antuco (2979 m). Von der Lodge fahren wir noch ein Stück über die Schotterpiste bis zum geschlossenen Schigebiet. Der Antuco liegt inmitten des Parque national Laguna del Laja. Diese Laguna gilt als eine der schönsten im ganzen Land und der Kontrast vom tiefen blau des Sees zum gleissenden Schnee könnte nicht grösser sein. Gegen halb acht starten wir bei schönstem Wetter anfangs über die Schipiste. Für den Aufstieg von ca. 1550 Hm benötigen wir fast 5 Stunden (4 St. 43 min). Die letzten Höhenmeter gehen zu Fuß mit den Schi am Rucksack über vereiste Hänge zwischen schwarzer Lava. Am Gipfel windet es und der Boden ist warm. Die Aussicht auf die Laguna de la Laja ist super. Nach einer dreiviertel Stunde gehts an die Abfahrt, zum Glück nicht über die Aufstiegsroute, sondern über hindernisfreie NW-Hänge.Bild2 Mir geht bereits nach zwei Bögen die Bindung auf und ich rutsche ganz nett ab, bis ich in der Lage bin die Rutschfahrt über den über rund 40° steilen Hang zu bremsen. Zum Glück bester Firn. Gonzalo bringt mir den Schi nach und dann kann ich auch die Abfahrt geniessen. Weiter unten treffen wir einen Amerikaner, der auch auf der Lodge übernachtet hatte und mit uns bis zum Ausgangspunkt gefahren war. Er hatte Zelt und alles nötige mit sich und will auf dem Berg campieren. Er ist schon länger unterwegs, hauptsächlich mit dem Mountainbike, und hat schon einige Vulkane mit den Schi befahren (Telemarker). Er hat das Zelt bereits aufgebaut und fährt mit uns ein Stück ab, bevor er sich verabschiedet und wieder aufsteigt. Super Tour mit Abfahrt, wie man sie bei uns nur selten findet: praktisch hindernislose Firnhänge über 1500 Hm!! Übernachtung wieder in Antucalhue. Nette Lodge mit sehr gutem Service.
30.09.2011 Wir beginnen mit der Fahrt wieder Richtung Süden. Vorbei an verschiedenen Vulkanen fahren wir durch den Frühling der südlichen Hemisphäre. Die Gegend ist geprägt von unberührter Natur mit wenig Siedlungen. Hier in dieser wunderschönen Umgebung liegt unsere feine Unterkunft „Suiza Andina“ für die nächsten 4 Nächte.
01.10.2011 Heute besteigen wir den Vulkan Lonquimay 2890 m der einerseits von einer beeindruckenden Aschenlandschaft, andererseits von ausgedehnten Aurekarienfeldern umgeben ist. Die 1400 Hm zum Gipfel bewältigen wir in rund 3,5 Stunden. Die Aussicht vom Gipfel hinunter ins Tiefland, wo bereits der Frühling Einzug gehalten hat, ist einmalig und auch die Abfahrt über die idealen Skihänge sucht ihresgleichen.
02.10.2011

Der Vulkan Llaima 3125 m, der heute auf dem Programm steht ist vergletschert und zudem einer der aktivsten Vulkane Südchiles. Aus seinem Krater – mit einem Durchmesser von rund 350 m steigt immerzu eine Dampfwolke auf. Trotzdem oder gerade deswegen ist die Besteigung dieses Gipfels ein absoluter Höhepunkt. Trotz dieser vielversprechenden Beschreibung beschließe ich den Llaima auszulassen. Ich hatte mir bereits vor der Reise vorgenommen, nicht an zwei Tagen hintereinander Schitouren zu unternehmen; einmal im Hinblick auf mein lädiertes linkes Knie und andrerseits auf meine relativ frisch reparierte linke Achillessehne. Wie sich herausstellte, war meine Entscheidung vollkommen richtig: es war die mit Abstand längste Tour der Reise (nahezu 2000 Hm) und außerdem hat mir Knie und auch Hüfte am nächsten Tag beim Aufstieg zum Sierra Nevada nach halbwegs so geschmerzt, dass ich auf den weiteren Aufstieg verzichtet habe.

03.10.2011 Der Sierra Nevada 2554 m steht im Nationalpark „Conguillon“.
Dieser noch relativ junge Nationalpark zählt zu den spektakulärsten Chiles. Grüne Wälder stehen im Kontrast zu den zum Teil erst in den letzten Jahren entstandenen Lavaströmen. So führt auch unser Aufstieg anfangs durch lichte Buchenwälder, bevor wir die weiten Gipfelhänge erreichen. Die Mühe wird belohnt durch eine fantastische Gipfelaussicht hinüber zum nächsten Ziel, dem Vulkan Llaima und hinunter zur blauen Lago Conguillon. Über die Aufstiegsroute ziehen wir unsere Spuren im Firn. Am Nachmittag können wir noch die nahegelegenen „Thermas de Malalcahuello“ genießen.
04.10.2011 Der heutige Tag ist erholsam, nach einem gemütlichem Frühstück treten wir die 4-stündige Fahrt nach Pucon, eines der bedeutendsten Touristendörfer im Seengebiet, an. In den letzten Jahren hat sich dieser Ort von einem reinem Sommerferien- zu einem Ganzjahresferienort entwickelt. Pucon liegt am malerischen Ufer des Lago Villarica, unmittelbar zu den Füssen unseres nächsten Skitourenberges, den Villarica 2860 m. Übernachtung in einer Hosteria
05.10.2011 Aufstieg zu Vulkan Villarica 2860 m. Weiter Firnhänge mit einer Durchschnittsneigung von über 30 Grad, auf diesen alleinstehenden Gipfel, kennzeichnen diese Skitour. Von oben schauen wir in das brodelnde, rot glühende Magma des Kraters. Aufstieg zwischen 1400 - 1600 Hm je nach Schneelage. Übernachtung in einer Hosteria in Pucon
06.10.2011 Wir wechseln zum Vulkan Lanin 3776 m den Grenzberg zwischen Chile und Argentinien. Am Fuße des Berges gedeihen Aurakarienbäume die bis zu 1000 Jahre alt sein sollen. Er wird auch als der Wächter Aurakariens genannt, da er der höchste Berg Patagoniens ist. Dies ist der anspruchvollste Gipfel, auf unserer Reise durch den Süden Amerikas. Dafür benötigen wir 2 Tage. Eine kleine Begleitmannschaft hilft uns Hochlager-Zelte und das restliche Zubehör, auf einer Höhe von 2800 m bringen. (Auf der chilenischen Seite gibt es ein sehr kleines Biwak auf selber Höhe, aber durch den beschwerlichen Grenzübergang (ohne Lebensmittel) – ist es organisatorisch einfacher in Chile zu bleiben. Zudem ist es in den Zelten geräumiger als im Biwak.) Wir übernachten im Zelt
07.10.2011 Wir starten gegen 7.00 Uhr nach dem Frühstück Richtung Lanin Gipfel. Der Morgenschatten des mächtigen Lanin fällt über den Vulkan Villarica der gleichmäßig vor sich hin raucht. Im langsamen Schritt steigen wir diese 1000 Hm höher. Weiter oben müssen wir einige Spalten umgehen und die eisgewordenen Schaumkronen weißen darauf hin, dass der Gipfel nicht mehr weit ist. Den letzten Teil bewältigen wir zu Fuß zum höchsten Punkt. Ein grandioser Ausblick über die fjordähnliche Seenlandschaft, die weißen Spitzen der Vulkankegel und das Meer im Hintergrund. Jetzt können wir ohne Bürokratie das argentinische Staatsgebiet betreten... Nach einer Gipfelrast steigen wir wieder langsam ab zu unseren Skiern, und eine lange Abfahrt und Abstieg steht uns noch bevor. Übernachtung in einer Hosteria in Pucon
08.10.2011 Wieder ein gemütlicherer Tag, wir wechseln nach Osorno ca. 227 km. Zuerst geht es dem Lago Villarica, später dem kleineren Lago Calafquen und dem Lago Panguipulli entlang, immer weiter nach Süden. Übernachtung in einem Hospedaje in Osorno.
09.10.2011 Wir besteigen den schönen Vulkan Casablanca 2240 m und wechseln anschließend ins nette Städtchen Puerto Varas. Übernachtung in einem Hospedaje
10.10.2011 Der heutige Tag steht im Zeichen des majestätischen Gipfels des Vulkans Osorno 2652 m. Der Osorno besticht durch seine absolute Formschönheit. Er gilt völlig zu recht als einer der schönsten Vulkane der Welt. Hinzu kommt die einmalige Lage dieses Berges, denn er befindet sich als einziger unmittelbar an den Ufern des riesigen Lago Llanquihue. Der Aufstieg über den Gletscher, die schöne Aussicht ist bereits einmalig, aber die nun folgende Abfahrt stellt unbestritten einen würdigen Abschluss dieser Vulkanreise dar. Aufstieg 1400 Hm – Übernachtung in unserem Hospedaje in Puerto Varas.
11.10.2011 Wir nehmen Abschied von den Vulkanen. Nach dem Frühstück fahren wir zum Flughafen nach Puerto Montt und fliegen zurück nach Santiago, Chiles Hauptstadt. Der Kontrast könnte grösser nicht sein! Das letzte Abendessen auf südamerikanischem Boden genießen wir in einem netten Restaurant. Übernachtung im Hotel
12.10.2011 Da der Rückflug erst in den Nachmittagsstunden ist, geniessen wir noch einen freien Tag im Zentrum Santiagos. Am Nachmittag Transfer zum Flughafen und am Abend Rückflug nach Europa.
13.10.2011 Ankunft in München und Rückfahrt.

Weiterer Text folgt.

 

Achtung: Mapfiles teilweise sehr groß ( bis ca. 20 MB)

Map_North
Map South

Map_North
Lonquimay

 

Literatur:

 

Chile Argentina - Handbook of Ski Mountaineering in the Andes, vacalila collection, 1. Auflage 20071, Frédéric Lena,
Belu Press, ISBN 978-2-9529800-1-12

 

Map:

 

Compass - Chile "Maule & Bio Bio" 1:400000

Compass - Chile "Villarica, Llanquihue & Chiloé" 1:400000

Suizandina - "Vn. Lonqiumay - Vn. Tolhuaca" 1:50000

 

 
Links:

 

 

Helli Gargitter - Feldthurns
Gonzalo Vilches de Celis, Mountain Guide - phone +56 (9) 94712699, email: lonpay@gmail.com

 

 

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