unterwegs - home
Über mich
Alpen
Weltweit
Verschiedenes
Links
Kontakt

 

Google

World Wide Web http://imnordenunterwegs.com

 

 

Sierra High Route

Frühjahr 2002

Startpunkt:

Trailhead at Symmes Creek (Independence at US Highway 395, California, USA), 21.04.2002


Endpunkt:

Trailhead at Wolverton Creek (located near CA 180, California, USA) 04.05.2002

 

Distanz:

45 Meilen (~ 72 km)

 

Kurzbeschreibung:

 

 

Man braucht für die 72 km natürlich nicht fast 14 Tage; normalerweise reichen dafür problemlos 6 Tage. Warum ich 14 Tage gebraucht habe? Ganz einfach! Ich hatte nach einer Möglichkeit gesucht mehr als eine Woche unterwegs zu sein, da die gesamten Fixkosten wie Flug usw. einfach unverhältnismäßig hoch waren (bei den heutigen Flugpreisen umsomehr!). Da Dave Beck, der in den siebziger Jahren diese Tour als erster erkundet und durchgeführt hat, eine Kombination von 6 Tagen in einem Basecamp (Tyndall High Camp) und die anschließende Durchquerung zu einem interessanten Preis anbietet, habe ich zugegriffen.

Vom Trailhead beim Symmes Creek hat man einen guten Blick über die aride Hochwüste, die östlich der Sierra liegt. Von hier Startgeht es erst mal anderthalb Tage mit den Skiern auf dem Rucksack aufwärts. Da wir keine Eile hatten, haben wir nach dem ersten Tag ein Couloir (The Superbowl) erstiegen und abgefahren. Dann ging es weiter über Anvil Camp und The Pothole bevor wir den Anstieg zum Shepherd Pass erreichten. Zwischendurch konnten wir kurz die Schi anlegen, für den Anstieg zum Pass mussten sie dann jedoch wieder auf den Rucksack.

Auf der Passhöhe betritt man dan den Sequoia NP. Kurz nach der Passhöhe, Mount Tyndall in bester Sicht, schlugen wir dann unser Basislager auf. Shepherd PassVon hier aus haben wir dann einige Tagestouren unternommen, darunter auch einen Besteigungsversuch des Mount Tyndall. Dieser musste jedoch auf ca. 4000 m wegen Schlechtwetters abgebrochen werden. Die Gegend ist beeindruckend. Ringsum alles 4000er und bis auf knapp 3600 m wachsen die Bäume. Ansonsten alles Stein und Schnee.

Fragt ein Tourist einen Führer, woher all die Steine herkommen. Antwortet der Führer, die hätten die Gletscher gebracht. Daraufhin der Tourist: "Welche Gletscher? Ich sehe keine". Die trockene Anwort: "Gone for new rocks".

Die ersten paar Tage lagerten wir direkt auf der Passhöhe und unternahmen von da aus Touren, unter anderem auch einen Versuch den Mount Tyndall zu besteigen. Milestone ColAuf ca. 4000 m mussten wir aber wegen des sich verschlechternden Wetters umdrehen. Später verlegten wir das Lagers etwas weiter nach unten und Westen. Nach insgesamt einer Woche (gerechnet vom Start) ging es los. Das erste Zwischenziel war von Anfang an in Sicht, nämlich Milestone Mountain mit dem Paß Milestone Col auf fast 4000 m. Der Berg mit der unverkennbaren Spitze in Form einer Nadel ist wirklich wie ein Meilenstein. Die letzen Meter zum Pass mussten mit den Schi am Rücken zurückgelegt werden. Die nächsten Tage geht es dann immer wieder über Pässe mit dazwischen liegenden Abfahrten (Triple Divide Pass, Coppermine Pass, Shark Fin Pass).

Die letzte Übernachtung wurde auf den Tablelands am Ufer eines zugeLetztes Lagerfrorenen Sees vorgenommen. Am nächsten Tag ging es dann über den "Hump" zum Ziel, einem Parkplatz im Sequoia NP. Die letzten paar Meter mussten dann wieder zu Fuß mit den Schi am Rücken zurückgelegt werden. Bei der Rückfahrt (die Frau von Dave hat mit einem Kleinbus auf uns gewartet) konnten dann die namengebenden Riesenbäume des Nationalparks betrachtet werden. Die Tour klang dann mit dem ersten nicht selbst gKaputte Füßeekochten Abendessen in zwei Wochen standesgemäß aus.

Alles in allem eine tolle Tour. Voraussetzung ist jedoch, dass man erstens nicht dauernd schönes Wetter erwartet (es gab fast jeden Tag kurze Schneefälle, aber auch Sonne und blauen Himmel), zweitens bereit ist auf etwas Komfort zu verzichten und drittens die Tour nicht wegen des Schifahrens macht, da Rucksack und wechselnde Schneeverhältnisse das schifahrerische Vergnügen etwas mindern. Empfehlenswert sind auch eingegangene Schischuhe, sonst kann die Tour zur Quälerei ausarten. Siehe Foto!

 

Literatur:

 

 

Backcountry Skiing - California's High Sierra, 1. Auflage 1999, John Moynier, Falcon Publishing, ISBN 1-56044-913-6, nicht mehr im Druck, über Amazon noch erhältlich.

Skitouring in California, Dave Beck, nur mehr antiquarisch erhätlich

 

Links:

Sierra Ski Touring/Husky Express (Dave Beck)

 

 

Top

 

 
Impressum